Für Betroffene & Angehörige
ME/CFS Betroffene sind in medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung oft auf sich alleine gestellt, weil öffentliche Strukturen fehlen. Deshalb sind Selbsthilfe und -Information sowie der Austausch mit anderen Betroffenen für ME/CFS Betroffene notwendig. Das versuchen wir zu ermöglichen.
Zum Austausch und zur Vernetzung von Betroffenen verwalten wir eine Online-Selbsthilfegruppe. Für mehr Informationen kontaktieren Sie uns bitte.
Unter Ärzt:innen & Fachpersonal befinden sich Informationen zur Diagnose von ME/CFS, sowie diverse Ressourcen und Literatur zum aktuellen Wissensstands zu ME/CFS, möglichen Therapieansätzen und eine Pflegeanleitung für Schwer- und Schwerstbetroffene.
Informationen – soziale Absicherung
Neben einer medizinischen Versorgung der eigenen schweren chronischen Erkrankung, ist auch die soziale Absicherung für Betroffene mit großen Hürden verbunden. Mindestens 60% der Betroffenen sind nicht mehr arbeitsfähig 1 , 25% sind so schwer krank, dass sie an Haus oder Bett gebunden sind 2 und auf Pflege bis hin zur künstlichen Ernährung angewiesen sind. 3 Trotzdem wird die Krankheitslast und die Einschränkungen, die damit verbunden sind, in sozialrechtlichen Verfahren oft unterschätzt (siehe Situation der Betroffenen in Österreich).
Zur Orientierung über Unterstützungsleistungen, die beantragt werden können, stellen wir Leitfäden mit grundlegenden Informationen dazu zur Verfügung. Für den Inhalt und die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Die zur Verfügung gestellten Angaben sind keine rechtlichen Empfehlungen, sondern Informationen, die der Selbsthilfe und Orientierung dienen können.
Die erhöhte Familienbeihilfe ist ein Geldbetrag, der zusätzlich zur Familienbeihilfe ausbezahlt wird. Sie wird gewährt, wenn der Grad der Behinderung des Kindes mindestens 50% beträgt oder das Kind dauerhaft außerstande ist, sich selbst den Unterhalt zu verschaffen.
Eine bestimmte Höhe des Grades der Behinderung ist Voraussetzung für manche Sozialleistungen. Ab 50% Grad der Behinderung wird ein Behindertenpass ausgestellt. Relevant sein kann die Feststellung eines Grades der Behinderung für Studium, Arbeit, Förderungen, Hilfsmittel, Steuern und andere Bereiche. Ein Behindertenpass wird in Österreich beim Sozialministeriumservice beantragt, das auch die Höhe des Grades der Behinderung mittels Begutachtung feststellt.
Ist eine berufliche Tätigkeit nicht mehr möglich, kann ein Antrag auf Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension gestellt werden. Der Antrag wird bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) eingebracht, die auch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Begutachtung vornimmt. Ein Antrag ist immer automatisch ein Antrag auf Rehabilitation (“Rehageld”), erst danach wird über eine allfällige Pensionszuerkennung entschieden.
Download Leitfaden Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension
Pflegegeld bekommt, wer aufgrund einer körperlichen, geistigen, psychischen Behinderung oder einer Sinnesbehinderung ständig Betreuung und Hilfe in einem Mindestausmaß von mehr als 65 Stunden monatlich benötigt. Der Antrag wird bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) gestellt, die auch die Begutachtung vornimmt.
Vernetzung
Die Vernetzung und gegenseitige Unterstützung ist für Betroffene und Angehörige aller schweren Erkrankungen wichtig. Bei ME/CFS ist der Austausch umso wichtiger, da es keinerlei spezialisierten Strukturen in Gesundheits- und Sozialsystem gibt und die Betroffenen und Angehörigen komplett auf sich alleine gestellt sind. Die ÖG ME/CFS moderiert daher Gruppen auf zwei Plattformen, um diesen Austausch und die Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.
Für die Gruppen gelten grundlegende Regeln wie respektvoller Umgang, Vertraulichkeit, Werbefreiheit und andere.
Mit der Suchfunktion können ältere Beiträge zu vielen relevanten Themen gefunden werden, die bereits in der Vergangenheit diskutiert wurden – wir bitten um Verwendung dieser Funktion, bevor eine Frage gepostet wird. Oft wurde eine bestimmte Frage bereits beantwortet und ist noch immer aktuell. Wenn Fragen offen geblieben sind, dann kann man diese sehr gerne stellen – aufgrund des großen Wissenskollektivs der Betroffenen und Angehörigen findet man in der Gruppe sehr viele Antworten und Unterstützung.
Wir und unsere Mitglieder freuen uns über eine kurze Vorstellung beim Beitritt und wünschen allen einen guten Austausch und wertvolle Informationen.
Facebook: ME/CFS Treffpunkt Österreich
Der ME/CFS Treffpunkt Österreich ist eine geschlossene Facebook Gruppe ausschließlich für ME/CFS-Betroffene und Angehörige. Für die Teilnahme braucht es einen Facebook-Account. Nach Prüfung der Kriterien durch unsere Admins und Zustimmung zu den Gruppen-Regeln, folgt eine möglichst rasche Aufnahme.
https://www.facebook.com/groups/1440341549389981/
Zulip: Austausch für Betroffene, Angehörige und Unterstützer:innen
Ergänzend zu unserer Facebook-Gruppe gab es bereit seit Ende 2024 eine Vernetzungsplattform auf Zulip für den Austausch zwischen An- und Zugehörigen.
Es handelt sich dabei um eine Mischung zwischen einem Chat mit Forenstruktur, was ermöglicht, Nachrichten zu Themen leicht aufzufinden. Da Zulip datenschutzfreundlich ist, haben wir diese als selbstgehostete Plattform nun als Alternative zu Facebook ausgeweitet. Es gibt dort
- eine geschlossene Gruppe für Betroffene,
- eine geschlossene Gruppe für An- und Zugehörige,
- eine geschlossene Gruppe, in der sich Betroffene und Angehörige über Dinge austauschen können, die beide Gruppen betreffen,
- eine offene Gruppe für alle Personen die registriert sind, auf der sich Unterstützer:innen und Interessierte mit Betroffenen und Angehörigen austauschen können.
Die Registrierung auf Zulip ist kostenlos und erfolgt mittels E-Mail-Adresse.
Hinweis: Auf Mobilgeräten funktioniert Zulip am besten in der App (ganz einfach z.B. im App Store oder Google Play Store herunterladen).
Online-Austauschgruppen
Zusätzlich bietet die ÖG ME/CFS Online-Austauschgruppen für Betroffene und Angehörige im Rahmen von Videokonferenzen. Nähere Informationen finden sich auf unserem Blogpost unter https://mecfs.at/2025/09/29/unsere-online-austauschgruppen/ sowie regelmäßig auf unseren Austauschplattformen (Facebook und Zulip).
Finanzielle Unterstützung
Hinweis: Diese Seite wird derzeit aktualisiert. Die Unterstützung in Kooperation mit FM4 & Licht ins Dunkel ist aktuell noch nicht für Anträge geöffnet. Sobald eine Antragstellung möglich ist, werden die Informationen hier ergänzt.
Für den ÖG-Unterstützungsfonds sowie für die erweiterte Unterstützung mit FM4 & Licht ins Dunkel ist eine Fördermitgliedschaft bei der ÖG ME/CFS Voraussetzung. Für die Kinder- und Jugendförderung in Kooperation mit Kiwanis Österreich ist keine Fördermitgliedschaft erforderlich.
Die ÖG ME/CFS unterstützt Fördermitglieder durch den vereinseigenen Unterstützungsfonds. Darüber hinaus stehen, je nach persönlicher Situation und verfügbaren Fördermitteln, weitere Unterstützungsmöglichkeiten zut Verfügung.
ÖG-Unterstützungsfonds
Grundlegende Unterstützung aus Vereinsmitteln der ÖG ME/CFS – Zuschüsse zu Honorarnoten von ME/CFS-kundigen Fachärzt:innen.
Kinder- und Jugendförderung
In Kooperation mit Kiwanis Österreich für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr.
Erweiterte Unterstützung mit Licht ins Dunkel & FM4
Unterstützung für medizinische Versorgung, Hilfsmittel und rechtliche Beratung – solange Fördermittel verfügbar sind.
Im Folgenden findet ihr alle Informationen zu den einzelnen Unterstützungsangeboten, den jeweiligen Voraussetzungen und der Antragstellung.
ÖG-Unterstützungsfonds
Der ÖG-Unterstützungsfonds wird aus Vereinsmitteln der ÖG ME/CFS finanziert und stellt die grundlegende finanzielle Unterstützung für Fördermitglieder dar.
Unterstützung
- Zuschüsse zu Honorarnoten von ME/CFS-kundigen Fachärzt:innen.
- bis zu einem Höchstbetrag von 150 € pro Kalenderjahrpali>
Voraussetzungen
- bestehende Fördermitgliedschaft bei der ÖG ME/CFS
- Nachweis einer ME/CFS-Diagnose bzw. bei einer Erstdiagnostik ein entsprechender Verdachtsnachweis
- Wohnsitz oder dauerhafter Aufenthalt in Österreich
- Rechnung bzw. Honorarnote der behandelnden Fachärztin bzw. des behandelnden Facharzt
- Sofern eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung möglich wäre, ist die Bestätigung der Kostenübernahme oder -ablehnung durch die zuständige Krankenbersicherung beizulegen.
Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt über das Online-Formular auf der Website. Bei Fragen hilft das Unterstützungsfonds-Team unter fonds@mecfs.at gerne weiter.
Unterstützung in Kooperation mit Kiwanis Österreich
Die Kooperation mit Kiwanis Österreich unterstützt Kinder und Jugendliche mit ME/CFS bis zum vollendeten 19. Lebensjahr sowie deren Familien.
Die ÖG ME/CFS prüft vor einer Weiterleitung, ob die Voraussetzungen für die Kooperation erfüllt sind. Dazu gehören insbesondere der Nachweis einer ME/CFS-Erkrankung sowie die Zugehörigkeit zur Zielgruppe. Die Entscheidung über Art und Umfang einer möglichen Unterstützung trifft anschließend Kiwanis Österreich.
Unterstützt werden können beispielsweise:
- Zuschüsse zu medizinischer Versorgung
- Zuschüsse zu notwendigen Hilfsmitteln
- individuelle Unterstützungsleistungen im Rahmen der Kooperation
Voraussetzungen
- Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr
- Altersnachweis (z. B. Ausweiskopie oder Geburtsurkunde)
- Nachweis einer ME/CFS-Erkrankung
Antragstellung
Die Antragstellung beginnt mit einer E-Mail an fonds@mecfs.at mit dem Betreff „Kiwanis-Unterstützung“. Bitte schildern Sie Ihr Anliegen kurz und fügen Sie einen Altersnachweis sowie einen Nachweis der ME/CFS-Erkrankung (z. B. Arztbrief oder Befund) bei.
Die ÖG ME/CFS prüft, ob die Voraussetzungen für eine Förderung durch Kiwanis Österreich erfüllt sind. Mit Zustimmung der betroffenen Familie wird die Anfrage anschließend an Kiwanis Österreich weitergeleitet. Die Entscheidung über eine Förderung, deren Umfang sowie die Anforderung weiterer Unterlagen (z. B. Rechnungen oder Kostenvoranschläge) erfolgt durch Kiwanis Österreich.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an fonds@mecfs.at.
Unterstützung in Kooperation mit FM4 & Licht ins Dunkel
Die Kooperation der ÖG ME/CFS mit FM4 und Licht ins Dunkel erweitert die Unterstützungsmöglichkeiten für Fördermitglieder. Die zusätzlichen Unterstützungsmöglichkeiten wen im Rahmen der Kooperation der ÖG ME/CFS mit FM4 & Licht ins Dunkel finanziert. Die Förderung erfolgt nach Dringlichkeit und den verfügbaren finanziellen Mitteln.
Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Leistung aus dem Unterstützungsfonds.
Unterstützung
Erstdiagnose und medizinische Versorgung
Gefördert werden können insbesondere:
- Honorarnoten von ME/CFS-kundigen Ärzt:innen im Zuge der Diagnose bzw. Primärversorgung
- Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychotherapie
- pflegerische Versorgung durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP)
- Laboruntersuchungen und weitere Untersuchungen, z. B. Kipptisch, MRT oder CT
- Rezeptgebühren für Off-Label-Medikamente gemäß der vorgesehenen Off-Label-Liste
Hilfsmittel
Gefördert werden können insbesondere:
- Rollstuhl samt Zubehör sowie Reparatur und Wartung
- Pflegebett samt Zubehör sowie Reparatur und Wartung
- elektronischer Lattenrost
- Gehhilfen wie Rollator oder Gehstöcke
- Umbauten zur Barrierefreiheit, z. B. Treppenlift oder Anpassungen im Bad
- Duschhocker, Badewannensitzbrett und weitere Hilfsmittel für die persönliche Hygiene
- Avatar für Schüler:innen
- Kompressionsbekleidung und Anziehhilfen
- Hilfsmittel zum Reizschutz, z. B. Gehörschutz, Otoplasten, Schlafmaske, Migränehaube und optische Sonnenbrille
- Geräte zur Laktat-, Ketose- und Zuckermessung sowie Pulsoximeter
- Notrufknöpfe und Notrufarmbänder
- bestimmte Präventionsmaßnahmen wie Desinfektionsmittel, FFP-Masken und mobile HEPA-Luftreiniger
- Krankentransporte zum Zweck der Begutachtung für die soziale Absicherung
Für bestimmte kostenintensive Hilfsmittel ist bei Kosten über 800 € eine ärztliche Verordnung erforderlich.
Rechtliche Beratung und Vertretung
Gefördert werden können:
- rechtliche Beratung
- rechtliche Vertretung und Verfahrenskosten in Verfahren der sozialen Absicherung
- Mitgliedschaften in Vereinen zum Zweck der rechtlichen Beratung und Vertretung
Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt über das Antragsformular der ÖG ME/CFS.
Sobald der Unterstützungsfonds wieder geöffnet ist, stehen auf dieser Seite alle Informationen zur Antragstellung sowie die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.
Bei Fragen wendet euch bitte an fonds@mecfs.at.
Voraussetzungen
Für die Unterstützungsangebote der ÖG ME/CFS gelten grundsätzlich folgende Voraussetzungen:
- Wohnsitz oder dauerhafter Aufenthalt in Österreich
- Fördermitgliedschaft bei der ÖG ME/CFS, sofern beim jeweiligen Unterstützungsangebot nicht anders angegeben
- Nachweis einer ME/CFS-Diagnose bzw. eines entsprechenden Verdachts auf ME/CFS
- Nachweise über die entstandenen Kosten (z. B. Rechnungen oder Honorarnoten)
- Bestätigung oder Ablehnung einer (Teil-)Kostenübernahme durch Krankenversicherung oder andere Kostenträger, sofern erforderlich
- Ärztliche Verordnung für entsprechend gekennzeichnete kostenintensive Hilfsmittel
- Bei Beantragung aufgrund finanzieller Bedarfslage entsprechende Nachweise zur Einkommens- und Haushaltssituation
- Datenschutzrechtliche Einwilligung Datenschutzerklärung
Förderhöhe
ÖG-Unterstützungsfonds
- Zuschuss bis 150 € pro Kalenderjahr
Unterstützung in Kooperation mit Kiwanis Österreich
- Die Art und Höhe der Unterstützung wird von Kiwanis Österreich nach individueller Prüfung des jeweiligen Förderfalls festgelegt.
Unterstützung in Kooperation mit FM4 & Licht ins Dunkel
Medizinische Versorgung
- Kostenersatz bzw. Zuzahlung von bis zu 75 % der Kosten (max. 600 € pro Kalenderjahr)
- Bei finanzieller Bedarfslage können bis zu 100 % der Kosten (max. 800 €) übernommen werden.
Hilfsmittel
- Kostenersatz bzw. Zuzahlung von bis zu 75 % der Kosten (max. 600 € pro Kalenderjahr)
- Bei finanzieller Bedarfslage können bis zu 100 % der Kosten (max. 800 €) übernommen werden.
- Für bestimmte kostenintensive Hilfsmittel können bis zu 75 % der Kosten (max. 3.000 €) bzw. bei finanzieller Bedarfslage bis zu 100 % der Kosten (max. 4.000 €) übernommen werden.
Rechtliche Beratung und Vertretung
- Kostenersatz bzw. Zuzahlung für rechtliche Beratung, Vertretung und Verfahrenskosten bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 €.
Hinweis: Bereits erhaltene (Teil-)Kostenersätze durch andere Stellen werden bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt.
Kooperation mit Kiwanis Österreich
Kiwanis Österreich unterstützt Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, die von ME/CFS betroffen sind. Die Kooperation mit der ÖG ME/CFS stellt sicher, dass Anfragen zunächst fachlich beurteilt werden. Erfüllt ein Antrag die Voraussetzungen, kann er mit Zustimmung der betroffenen Familie an Kiwanis Österreich weitergeleitet werden.
Über Art und Höhe der Unterstützung entscheidet Kiwanis Österreich im Rahmen der eigenen Förderkriterien.
Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt per E-Mail an fonds@mecfs.at. Bitte verwenden Sie den Betreff „Kiwanis Unterstützung“, schildern Sie ihr Anliegen kurz und fügen Sie einen Altersnachweis sowie einen Nachweis der ME/CFS-Erkrankung bei. Die ÖG ME/CFS prüft die eingereichten Unterlagen und ob die Voraussetzungen für eine Weiterleitung an Kiwanis Österreich erfüllt sind. Ist dies der Fall, kann die Anfrage mit Zustimmung der betroffenen Familie an Kiwanis Österreich weitergeleitet werden.
Über eine mögliche Förderung, deren Art und Umfang sowie die Anforderung weiterer Unterlagen entscheidet Kiwanis Österreich.
Bei Fragen unterstützt das Team der ÖG ME/CFS gerne unter fonds@mecfs.at.
Kooperation mit FM4 & Licht ins Dunkel
Seit 2023 widmet FM4 dem Thema ME/CFS im Rahmen der Licht ins Dunkel-Aktion jeden Dezember einen Themenschwerpunkt. Mit Reportagen, Interviews und persönlichen Geschichten macht FM4 auf die Situation von Menschen mit ME/CFS aufmerksam und trägt dazu bei, die Erkrankung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Im Rahmen der Kooperation mit FM4 & Licht ins Dunkel werden zusätzliche Fördermittel für die Unterstützung von Menschen mit ME/CFS bereitgestellt. Diese Mittel erweitern die Unterstützungsmöglichkeiten der ÖG ME/CFS insbesondere in den Bereichen medizinische Versorgung, Hilfsmittel sowie rechtliche Beratung und Vertretung.
Die ÖG ME/CFS bedankt sich herzlich bei FM4 & Licht ins Dunkel für ihr anhaltendes Engagement. Die Kooperation trägt dazu bei, ME/CFS sichtbarer zu machen und Betroffene konkret zu unterstützen.
Engagement – Was kann ich tun?
Wie kann ich (andere) ME/CFS-Betroffene unterstützen?
Wir haben Anregungen gesammelt, die dazu beitragen, Schritt für Schritt Bewusstsein für die schwere Krankheit zu schaffen. Der Kampf um Anerkennung, Versorgung, Absicherung und Forschung ist leider ein Marathon und kein Sprint – schnelle Lösungen sind nicht in Sicht. Umso mehr freuen wir uns über jeden Beitrag, der in den individuellen Möglichkeiten machbar ist – für Betroffene, Angehörige und Unterstützer:innen!
Eine direkte finanzielle Unterstützung unserer Arbeit und unseres Einsatzes sind durch Spenden oder Fördermitgliedschaften möglich.
Bei Interesse an der aktiven Mitarbeit und der Übernahme von Aufgaben im Team freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.
Auch für eine mögliche Förderung der Umsetzung von eigenständigen Projekten und Ideen zur ME/CFS Bewusstseinsschaffung freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.
Probleme in der Versorgung und Anerkennung von ME/CFS müssen sichtbar gemacht werden.
Uns ist bewusst, dass das nicht einfach ist.
Als Verein zeigen wir laufend die Probleme von ME/CFS Betroffenen in der medizinischen Versorgung und bei Begutachtungen in sozialrechtlichen Verfahren bei den relevanten Stellen und politisch Verantwortlichen auf. ABER es ist auch wichtig, dass diese Erfahrungsberichte bei Stellen wie der Patientenanwaltschaft oder Volksanwaltschaft oder bei Minister:innen, Politiker:innen auf allen Ebenen und Verantwortlichen sichtbar werden. Nur wenn sich Meldungen zu einem Thema häufen, entsteht Druck zur Verbesserung der Lage.
So haben Beispielsweise Volksanwaltschaft oder Patient:innenanwaltschaft ME/CFS in Berichte aufgenommen und Pressemitteilungen gemacht, die helfen, die Dringlichkeit aufzuzeigen.
Auch wenn diese Stellen in vielen Fällen nicht direkt helfen können, ist es für unsere Arbeit wichtig, dass die vielen Probleme, die es im Zusammenhang mit ME/CFS gibt, dort aufgezeigt werden.
Kontakte
In der folgenden Liste finden sich Vorschläge, bei welchen Stellen Beschwerden sichtbar gemacht werden können: Download Kontaktliste für Beschwerde
Links
Volksanwaltschaft – Zuständigkeitsbereich Bernhard Achitz
Patientenanwaltschaft – Zuständigkeit nach Bundesland
Auch viele Politiker:innen haben noch nichts von ME/CFS gehört. Wir arbeiten hart in unserem politischen Engagement daran, die Situation für die Betroffenen endlich zu verbessern, aber jede direkt Kontaktaufnahme durch Betroffene, Angehörige und Unterstützer:innen hilft, um auf die schlechte Lage der ME/CFS Erkrankten in Österreich hinzuweisen. Eine Möglichkeit ist hier Nationalratsabgeordnete aus der eigenen Umgebung oder für Gesundheit zuständige Politiker:innen auf Bundes- und Landesebene anzuschreiben und z.B. auf unsere Petition aufmerksam zu machen.
Als Patient:innenorganisation ist einer unserer Tätigkeitsbereiche die Öffentlichkeitsarbeit. Wir kontaktieren die Medien regelmäßig, informieren über die Lage der Betroffenen, aktuelle Entwicklungen und bitten um Berichterstattung.
Um das Interesse für ME/CFS zu steigern, können Betroffene, Angehörige und Unterstützer:innen selbst direkt Kontakt mit Medien (z.B. Print, online Medien, Podcast) aufnehmen und von ihren Erfahrungen berichten.
Zur Unterstützung unserer Pressearbeit freuen wir uns, wenn wir Betroffene & Angehörige an Medienvertreter:innen vermitteln können, die bereit sind, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Dazu haben wir eine Sprecher:innendatenbank erstellt. Bei Interesse kann man sich dort eintragen und wir melden uns, wenn es passende Anfragen der Medien zur Vermittlung gibt.
Direkten Kontakt zu unserem Presseteam gibt es unter:
presse@mecfs.at
Auch im eigenen Umfeld kann Bewusstsein für ME/CFS geschaffen werden. Das nächste Gespräch mit Freund:innen, Verwandten, oder der nächste Kontrolltermin beim Hausarzt/ bei der Hausärztin kann genutzt werden, um das Thema ME/CFS
anzusprechen.
Oft müssen die Gespräche mehrmals geführt werden, manches Mal erreicht man auch nichts, aber ganz oft trägt ein Gespräch dazu bei, jemanden auf das Thema und das Leid der Betroffenen aufmerksam zu machen.
Social Media kann ein einfacher Einstieg ins Thema sein. Auch das Teilen unserer Beiträge kann andere auf ME/CFS aufmerksam machen.
Weiters hilft die Teilnahme an unseren Protestaktionen, die jährlich zum Internationalen ME/CFS-Tag am 12. Mai stattfinden, Aufmerksamkeit für ME/CFS zu schaffen. Alltagsgegenstände wie Shirts, Tassen oder Sackerln mit der Botschaft #unversorgtseit1969 tragen zur Sichtbarkeit das ganze Jahr bei. Mehr Infos unter https://mecfs.at/unversorgtseit1969/.
Die Biobank der MedUni Wien sammelt Proben (wie Gewebe oder Körperflüssigkeiten) von Menschen mit ME/CFS, um sie der medizinischen Forschung zu ME/CFS zur Verfügung zu stellen. Die Biobank befindet sich an der MedUni Wien und wurde von der WE&ME Stiftung finanziert.
Mehr Informationen und den Kontakt für alle Fragen gibt es auf der Seite zur Biobank der MedUni Wien.
Downloads
Hier finden sich hilfreiche Downloads für Betroffene und Angehörige.
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D-A-CH-Konsensus-Statement zu ME/CFS
Einführungs- und Grundlagenkapitel zu ME/CFS für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal
-
Pflegeleitfaden für Menschen mit schwerem ME/CFS
Leitfaden zur Unterstützung von Pflegefachpersonen, pflegende Angehörige, persönliche Assistenzen, etc. bei der Begleitung und Versorgung von Menschen mit schwerem ME/CFS
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Beschwerde-Kontakte
Zusammenstellung von Kontakten, bei denen es hilfreich ist, wenn Problemfälle (Versorgung, Absicherung) aufgezeigt werden
-
ÖG ME/CFS Flyer
Unser Flyerklärt zur Krankheit und der Situation der Betroffenen auf
Weitere Literatur und Ressourcen gibt es hier.